Die Gastronomie Österreich steht im Sommer 2026 vor einer paradoxen Ausgangslage: Die Betten sind so voll wie selten zuvor, die Lohnverhandlungen sind jedoch ohne Ergebnis geplatzt, und der Fachkräftemangel bleibt trotz kurzfristiger Entspannung das beherrschende Thema. Gleichzeitig zwingt eine neue EU-Richtlinie zur Lohntransparenz Hoteliers und Gastronomen zum Umdenken bei der Personalsuche. Wir fassen die wichtigsten aktuellen Entwicklungen für Betriebe in Salzburg, im Pongau und in ganz Österreich zusammen – und zeigen, worauf es jetzt ankommt.
KV-Verhandlungen 2026 gescheitert – Unsicherheit bei den Löhnen
Der wohl brisanteste Punkt für jeden Betrieb: Die Kollektivvertragsverhandlungen für Gastronomie und Hotellerie wurden am 29. Mai 2026 ohne Ergebnis beendet. Damit bleibt vorerst alles beim Alten – mit allen Konsequenzen für Planung und Wettbewerb um Personal.
- Die Gewerkschaft vida forderte für die mehr als 200.000 Beschäftigten in Hotellerie und Gastronomie ein Lohnplus von 3,8 Prozent.
- Die Arbeitgeberseite bot eine durchschnittliche Erhöhung der Mindestlöhne von 3 Prozent.
- Bis zu einer Einigung gelten die bestehenden Lohn- und Gehaltstabellen mit Stand 1. Mai 2025 weiter.
- Zur Einordnung: Das kollektivvertragliche Mindestgehalt hat im Mai 2025 erstmals die 2.000-Euro-Marke überschritten.
Für Betriebe bedeutet das eine doppelte Herausforderung: Die Lohnkosten bleiben hoch, gleichzeitig fehlt die Planungssicherheit für die kommenden Monate. Wer im aktuellen Markt verlässliches Personal sichern will, muss bei Konditionen und Geschwindigkeit überzeugen.
Rekord-Sommersaison 2026 – volle Betten in Salzburg und im Pongau
Die gute Nachricht: Die Nachfrage stimmt. Österreichs Tourismus verzeichnete in der Wintersaison 2025/26 mit 54,25 Millionen Nächtigungen einen neuen Rekord, und auch der Sommer entwickelt sich stark. Salzburg meldet die beste Sommersaison aller Zeiten – ein klares Signal für die Region rund um unseren Standort.
- Im Pongau werden im Sommer rund 4 Millionen Nächtigungen verzeichnet.
- Eben im Pongau verbuchte im Winter 2025/26 ein Nächtigungsplus von 6,47 Prozent auf insgesamt 79.468 Nächtigungen.
- Der Salzburger Almenweg verbindet auf 25 Etappen und 350 Kilometern rund 120 Almen zur gemütlichen Einkehr – ein Treiber für die regionale Gastronomie.
Für Hotels, Gasthöfe und Restaurants heißt das: Die Auslastung ist da, doch ohne ausreichend Service- und Küchenpersonal lässt sich der Andrang nicht in Umsatz verwandeln. Genau hier setzt ALPSERV als regionaler Personalpartner an – mit Fokus auf den Raum Salzburg und Pongau.
Fachkräftemangel: kurzfristige Entspannung, strukturelles Problem
Der Fachkräftemangel ist aktuell so gering wie seit fünf Jahren nicht mehr – die konjunkturelle Abkühlung sorgt branchenweit für eine kurzfristige Entspannung. Doch Entwarnung ist das keine. Der strukturelle Personalmangel bleibt bestehen, getrieben von demografischem Wandel, steigenden Renteneintritten und einem schrumpfenden Arbeitskräftepotenzial.
Für die Sommersaison gilt: Nach der langen Vorbereitungsphase können Hotels und Gastronomiebetriebe durchstarten – doch vielerorts fehlt es weiterhin an Hilfs- und Fachpersonal. Wer jetzt auf verlässliche Saisonkräfte und eine vorausschauende Personalplanung setzt, verschafft sich einen klaren Vorsprung gegenüber dem Mitbewerb.
Neue EU-Lohntransparenz ab Juni 2026 – das ändert sich beim Recruiting
Ein weiterer Punkt, den kein Betrieb übersehen sollte: Bis zum 7. Juni 2026 müssen die Mitgliedstaaten die EU-Entgelttransparenzrichtlinie in nationales Recht umsetzen. Für die Personalsuche in der Gastronomie hat das konkrete Folgen.
- Arbeitgeber müssen Bewerbern künftig das Einstiegsgehalt oder eine Gehaltsspanne nennen.
- Mitarbeiter können Informationen über das eigene Entgelt und die durchschnittlichen Gehälter vergleichbarer Tätigkeiten verlangen.
- Stellenausschreibungen müssen klarer und transparenter formuliert werden.
Parallel dazu setzt sich der Trend zum „Skills-based Hiring“ fort: Praktische Fähigkeiten zählen zunehmend mehr als formale Abschlüsse. Gerade Gastronomie und Hotellerie profitieren traditionell von motivierten Quereinsteigern – entscheidend sind strukturierte Einarbeitung und klare Perspektiven.
Was bedeutet das für Ihren Betrieb?
Aus den aktuellen Entwicklungen lassen sich für Hoteliers und Gastronomen einige praktische Schlüsse ziehen:
- Schnell handeln: Bei voller Auslastung und knappem Arbeitsmarkt entscheidet Tempo. Wer offene Stellen rasch besetzt, verliert keinen Umsatz. Unsere Personalvermittlung für die Gastronomie ist genau darauf ausgelegt.
- Gezielt suchen: Ob qualifizierte Köche, Servicekräfte für die Hotellerie oder Küchenhilfen – mit dem passenden Profil sparen Sie Zeit und Einarbeitung.
- Neue Quellen erschließen: Zuverlässiges Personal aus der Slowakei entlastet den engen heimischen Markt – mit Mitarbeitern, die saisonal gerne zurückkehren.
- Transparent kalkulieren: Klare Konditionen schaffen Vertrauen. Einen Überblick bietet unsere Seite zu den Kosten der Personalvermittlung.
Fazit: Stabilität sichern, Saison nutzen
Der Sommer 2026 zeigt die ganze Spannweite der Gastronomie in Österreich: Rekordverdächtige Nächtigungszahlen treffen auf ungelöste Lohnfragen und einen Arbeitsmarkt, der trotz Entspannung strukturell unter Druck bleibt. Betriebe, die jetzt strategisch handeln, vorausschauend planen und beim Personal auf verlässliche Partner setzen, verwandeln diese Herausforderungen in einen Wettbewerbsvorteil.
ALPSERV ist Ihr Personalpartner für Gastronomie und Hotellerie in Salzburg, im Pongau und in ganz Österreich. Wir vermitteln motivierte, geprüfte Fachkräfte – schnell, transparent und passgenau. Stellen Sie Ihre Personalanfrage oder schreiben Sie uns direkt per WhatsApp unter +43 660 8344379 – wir melden uns kurzfristig.
Quellen: WKO – KV-Verhandlungen Gastronomie und Hotellerie; Salzburg24 – Beste Sommersaison aller Zeiten; HOGAPAGE – Arbeitsmarkt-Trends 2026.
