Sommersaison 2026 Österreich: Buchungslage, KV & Personal
Die Sommersaison 2026 ist in Österreichs Gastronomie und Hotellerie in vollem Gange – und sie bringt volle Terrassen, aber auch offene Fragen. Während die Österreich Werbung rund zwei Millionen zusätzliche Ankünfte erwartet, melden viele Betriebe eine schwächere Buchungslage als im Vorjahr, und die Kollektivvertragsverhandlungen sind Ende Juni endgültig gescheitert. Wir fassen zusammen, was Gastronomen und Hoteliers jetzt wissen müssen – von der Buchungslage über das KV-Update bis zur Personalplanung für den Hochsommer.
Buchungslage Sommer 2026: Optimismus mit Fragezeichen
Die Zahlen zum Saisonstart zeigen ein zweigeteiltes Bild. Einerseits meldet die Österreich Werbung starke Aussichten: 13 Millionen Reisende haben ihren Österreich-Urlaub bereits fix geplant, weitere 11 Millionen gelten als Potenzial. Insgesamt rechnet die nationale Tourismusmarketingorganisation mit rund 2 Millionen mehr Ankünften als im Vorjahr.
Andererseits fühlt sich der Sommer in vielen Betrieben anders an, als es die Prognosen versprechen. Das aktuelle Branchenbarometer zeichnet ein differenziertes Bild:
- 55 Prozent der Betriebe berichten von einer schwächeren Buchungslage als im Vorjahr
- Nur 14 Prozent stellen eine Verbesserung fest
- Bis zu 43 Prozent der Gäste entscheiden erst im letzten Monat vor der Reise
Die Kurzfristigkeit ist dabei der entscheidende Faktor: Bereits am 1. April 2026 lagen laut Buchungsdaten österreichischer Beherbergungsbetriebe über 137.400 Buchungen mit einem Volumen von rund 320,9 Millionen Euro vor – deutlich mehr Volumen als im Vorjahr. Die Gäste kommen also, aber sie buchen später und spontaner. Für die Personalplanung bedeutet das: Wer erst reagiert, wenn das Haus voll ist, findet im Hochsommer keine Servicekräfte für die Hotellerie mehr.
KV-Update: Verhandlungen am 23. Juni endgültig gescheitert
Was sich im Mai abzeichnete, ist nun offiziell: Die Lohnverhandlungen für die mehr als 200.000 Beschäftigten in Gastronomie und Hotellerie sind auch in der vierten Runde ohne Ergebnis geblieben. Die Gewerkschaft vida ließ das letzte Angebot der Arbeitgeber per Mitgliederbefragung bewerten – am 23. Juni 2026 wurde es endgültig abgelehnt.
Die Positionen im Überblick:
- Arbeitgeber boten 3,0 Prozent Lohnplus im Schnitt, für die niedrigsten Lohngruppen sogar 3,4 Prozent
- Die Gewerkschaft forderte mindestens 3,6 Prozent plus freie Sonntage und bezahlte Mittagspausen
- Am Ende scheiterte die Einigung an rund 4 Euro monatlich in der untersten Lohngruppe
Damit bleiben die Lohn- und Gehaltstabellen mit Stand 1. Mai 2025 weiterhin als verbindliche Mindestsätze in Kraft, wie die WKO bestätigt. Für Betriebe heißt das: kurzfristig keine höheren Mindestlöhne, aber ein angespanntes Klima im Wettbewerb um Mitarbeiter. Denn wer gute Leute halten will, zahlt in der Praxis längst über KV – gerade in Tourismusregionen wie dem Pongau, wo die Konkurrenz um erfahrene Kräfte groß ist.
Saisonkräfte decken über 50 Prozent des Bedarfs – Kontingente bleiben entscheidend
Der Fachkräftemangel hat sich durch die konjunkturelle Abkühlung zwar kurzfristig entspannt – so gering wie seit fünf Jahren nicht mehr –, doch das strukturelle Problem bleibt: demografischer Wandel, steigende Pensionierungen und ein schrumpfendes Arbeitskräftepotenzial. Branchenkenner sprechen deshalb bereits von 2026 als dem Recruiting-Jahr für Gastronomie und Hotellerie.
Die wichtigsten Fakten für die Personalplanung:
- Ausländische Saisonarbeitskräfte decken in Spitzenzeiten bereits über 50 Prozent des Personalbedarfs ab
- Das Saisonkontingent wurde zuletzt auf 5.500 Plätze erhöht, zuzüglich 2.500 Plätze für Arbeitskräfte vom Westbalkan
- EU-Bürger – etwa aus der Slowakei – benötigen keine Kontingentplätze und können ohne bürokratische Hürden sofort starten
Genau hier liegt der oft übersehene Vorteil: Während Kontingentplätze begrenzt und mit Bürokratie verbunden sind, steht qualifiziertes Personal aus der Slowakei als EU-Arbeitskräfte uneingeschränkt zur Verfügung – vom Koch über die Servicekraft bis zur Küchenhilfe. Die Anreise nach Salzburg oder Tirol dauert oft nur wenige Stunden, was auch kurzfristige Einsätze in der laufenden Saison möglich macht.
Salzburg ist die neue Gourmethochburg Österreichs
Ein erfreulicher Trend für den Westen: Salzburg hat sich 2026 endgültig als kulinarisches Zentrum des Landes etabliert. Im aktuellen Falstaff Restaurantguide 2026 erreichen erstmals sechs österreichische Restaurants die Höchstnote von 100 Punkten – drei davon liegen in Salzburg. Auch der Guide Michelin 2026 bestätigt den Aufwärtstrend der heimischen Spitzengastronomie: 101 Sterne-Restaurants zählt Österreich mittlerweile, die Gesamtzahl der Sterne stieg um 20 auf 124.
Für die Region bedeutet das mehr als Prestige: Kulinarische Auszeichnungen ziehen zahlungskräftige Gäste an – und erhöhen zugleich den Anspruch an das Personal. Wer im Umfeld von Haubenlokalen und Sterne-Küchen besteht, braucht qualifizierte Köche, die sowohl das Handwerk als auch das Tempo einer starken Sommersaison beherrschen. Erfreulich auch der Blick auf die Landgasthäuser: Qualitätsorientierte Wirtshäuser verzeichnen laut Falstaff deutliche Umsatzzuwächse – oft trotz reduzierter Öffnungszeiten von Donnerstag bis Sonntag.
Was bedeutet das für Ihren Betrieb?
Aus den aktuellen Entwicklungen lassen sich für Gastronomen und Hoteliers konkrete Schritte ableiten:
- Personalpuffer für Last-Minute-Wellen einplanen: Wenn 43 Prozent der Gäste erst im letzten Monat buchen, kann ein schwach gebuchter Juli binnen zwei Wochen zum vollen Haus werden. Eine Personalvermittlung für die Gastronomie in Österreich kann kurzfristig nachbesetzen, bevor der Engpass den Umsatz kostet.
- Lohnstrategie trotz KV-Patt klären: Die eingefrorenen Mindestlöhne bedeuten nicht, dass der Markt stillsteht. Kalkulieren Sie realistische Löhne für Schlüsselpositionen – und die Kosten einer Personalvermittlung im Vergleich zu monatelanger Eigensuche und unbesetzten Stellen.
- EU-Personal statt Kontingent-Lotterie: Slowakische und tschechische Fachkräfte brauchen keine Beschäftigungsbewilligung. Gerade für Betriebe im Raum Salzburg und Pongau ist die Nähe zur Slowakei ein handfester Standortvorteil.
- Jetzt schon an den Winter denken: Die Erfahrung zeigt: Wer Saisonkräfte für die Wintersaison erst im November sucht, wählt aus dem Rest. Die besten Bewerber sichern sich ihre Stellen im Spätsommer.
Fazit: Starke Saison für die, die vorbereitet sind
Der Sommer 2026 bietet Österreichs Gastronomie und Hotellerie echte Chancen – zwei Millionen zusätzliche Ankünfte sprechen eine klare Sprache. Doch kurzfristiges Buchungsverhalten, gescheiterte Lohnverhandlungen und der strukturelle Personalmangel machen die Saison zu einem Rennen, das in der Personalplanung entschieden wird. ALPSERV unterstützt Betriebe in ganz Österreich dabei, dieses Rennen zu gewinnen: mit geprüften Köchen, Servicekräften und Küchenhilfen aus der Slowakei – schnell, unkompliziert und ohne Kontingent-Bürokratie.
Sie brauchen Personal für die laufende Sommersaison oder den kommenden Winter? Kontaktieren Sie ALPSERV direkt per WhatsApp unter +43 660 8344379 oder stellen Sie Ihre Personalanfrage online – wir melden uns innerhalb von 24 Stunden.
Quellen: WKO – KV-Verhandlungen ohne Einigung · HOGAPAGE – Recruiting-Jahr 2026 · Falstaff Restaurantguide 2026
