Der Pongau-Tourismus nimmt im Sommer 2026 spürbar Fahrt auf: Bad Gastein meldet einen Rekordwinter und einen wachsenden Sommer, in Werfenweng entsteht ein neues Hotel im zweistelligen Millionenbereich, und rund um die Therme Amadé wird ein weiteres Hotelprojekt fixiert. Die Region investiert kräftig in Betten, Gastronomie und Kultur. Damit wächst aber auch eine alte Herausforderung mit: Wer betreibt all diese neuen Zimmer, Küchen und Restaurants? Wir fassen die wichtigsten Entwicklungen zusammen und zeigen, was sie konkret für Gastronomen und Hoteliers im Salzburger Land bedeuten.
Bad Gastein meldet Rekordwinter und wachsenden Sommer
Der Kur- und Tourismusverband Bad Gastein zieht eine klar positive Bilanz. Im Winter 2025/26 verzeichnete der Kurort 596.569 Übernachtungen bei 114.352 Ankünften – ein Plus von 5,52 Prozent bei den Nächtigungen und sogar 10,02 Prozent bei den Ankünften gegenüber dem Vorwinter. Auch der Sommer wächst stabil: Die Sommersaison 2025 kam auf 486.014 Übernachtungen und 96.851 Ankünfte, ein Zuwachs von 1,56 Prozent bei den Nächtigungen und 3,72 Prozent bei den Ankünften.
Obmann und Geschäftsführer Olaf Krohne sieht darin zwei Botschaften: Der Winter bleibt die stärkere Saison, doch Bad Gastein entwickelt sich zunehmend zur Ganzjahresdestination. Genau diese Verlagerung – weg vom reinen Saisonbetrieb, hin zu durchgehender Auslastung – verändert die Personalplanung in den Betrieben grundlegend. Wer früher nur im Winter Vollbetrieb fuhr, braucht heute auch in den Zwischensaisonen verlässliche Mitarbeiter.
sommer.frische.kunst: Kultur als Gästemagnet
Ein Aushängeschild des Gasteiner Sommers ist das Kunstfestival sommer.frische.kunst., das vom 2. Juli bis 30. August 2026 stattfindet. Unter dem Motto „Between Waters“ verwandelt sich der Ort in einen alpinen Kunstraum mit internationalen Künstlern, Galerien und Ausstellungen an besonderen Schauplätzen – vom ehemaligen Grand Hotel Astoria bis zum Kraftwerk am Wasserfall. Solche Formate ziehen kaufkräftige Kulturgäste an und verlängern die Aufenthaltsdauer. Für Hotels und Restaurants heißt das: mehr Frequenz auch außerhalb der klassischen Hochsaison – und entsprechend höherer Personalbedarf in Service und Küche. Mehr dazu beim Tourismusverband Bad Gastein.
Werfenweng investiert: JUFA-Hotel und neuer Genussmarkt
Auch im westlichen Pongau wird gebaut. In Werfenweng entsteht ein modernes Ganzjahreshotel der JUFA-Gruppe mit Projektkosten von rund 18 Millionen Euro. Das Haus bietet 87 Gästezimmer – davon sechs barrierefreie Einheiten –, eine Seminarinfrastruktur, einen 70 Quadratmeter großen Indoor-Spielbereich mit Terrassenzugang sowie zwei Restaurantterrassen, Café, Lounge und Bar. Die klare Ganzjahresausrichtung passt exakt zum Trend, den Bad Gastein vorzeichnet.
Flankiert wird das Hotelprojekt von einem neuen Nahversorger: Der ADEG Genussmarkt Werfenweng hat am 18. Juni 2026 im Ortszentrum eröffnet und verbindet lokale Versorgung, Tourismus und regionale Küche an einem zentralen Ort. Details zur Eröffnung gibt es bei MeinBezirk Pongau. Hinzu kommt ein weiteres Hotelprojekt nahe der Therme Amadé, für das die Verträge bereits unterzeichnet wurden. Die Botschaft ist eindeutig: Der Pongau baut Kapazitäten aus – und braucht Menschen, die sie betreiben.
Auszeichnungen: Der Pongau kocht auf Top-Niveau
Dass die Region kulinarisch ganz vorne mitspielt, ist kein Zufall. Mit Vitus Winkler vom Sonnhof in St. Veit im Pongau stellt der Bezirk den aktuellen „Koch des Jahres“ des Gault&Millau Österreich 2026. Solche Auszeichnungen stärken das gastronomische Profil des Salzburger Landes und heben die Erwartungen der Gäste – an Küche, Service und Gesamterlebnis gleichermaßen. Spitzenniveau lässt sich aber nur halten, wenn qualifiziertes Personal an Bord ist. Genau hier liegt die Kehrseite des Booms.
Die Kehrseite: Fachkräftemangel und offene KV-Verhandlungen
Der Tourismus ist im Pongau der Beschäftigungsmotor – und gerade deshalb ist die Verfügbarkeit von Fachkräften so kritisch. Während Buchungen und Nachfrage stabil bis steigend sind, verschärft sich der Wettbewerb um gutes Personal von Saison zu Saison. Hinzu kommt Unsicherheit auf der Kostenseite: Für das Hotel- und Gastgewerbe gibt es für 2026 noch keinen Kollektivvertrags-Abschluss. Die Arbeitgeberseite hat ein Angebot von 3,4 Prozent in der untersten Lohngruppe und durchschnittlich 3 Prozent Erhöhung vorgelegt, die Verhandlungen laufen aber noch.
Für Betriebe bedeutet das eine doppelte Belastung: steigende Lohnkosten bei gleichzeitig wachsendem Personalbedarf. Wer in dieser Lage erst kurz vor Saisonstart mit der Suche beginnt, gerät schnell unter Druck. Frühzeitige, planbare Personalbeschaffung wird damit zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil.
Was bedeutet das für Ihren Betrieb?
Der Pongau-Boom ist eine Chance – aber nur für Betriebe, die ihren Personalbedarf rechtzeitig decken. Drei praktische Empfehlungen:
- Früh planen statt nachsteuern: Sichern Sie Schlüsselpositionen vor dem Saisonpeak. Ob Köche, Servicekräfte oder Küchenhilfen und Abwäscher – wer früh bucht, hat die bessere Auswahl.
- Ganzjahres- und Saisonpersonal kombinieren: Die Entwicklung zur Ganzjahresdestination verlangt einen Mix aus Stammpersonal und verlässlichen Saisonkräften. Bewährte Mitarbeiter aus der Slowakei kehren oft saisonal zurück – ein klarer Stabilitätsfaktor.
- Auf erfahrene Vermittlung setzen: Als spezialisierter Personalpartner im Pongau vermittelt ALPSERV qualifiziertes Personal aus der Slowakei für Gastronomie und Hotellerie. Wie die Zusammenarbeit abläuft, lesen Sie unter Ablauf der Zusammenarbeit.
Neben Küche und Service wächst übrigens auch der Bedarf in der Hausbetreuung: Mehr Betten und mehr Gäste bedeuten mehr Reinigung. Für Hotels und Apartments im Gasteinertal und Umgebung bietet ALPSERV daher auch Reinigung und Hausbetreuung im Pongau an.
Fazit
Der Pongau investiert 2026 so kräftig wie selten: Rekordzahlen in Bad Gastein, ein 18-Millionen-Euro-Hotel in Werfenweng, neue Projekte rund um die Therme Amadé und ein kulinarisches Top-Niveau mit dem Koch des Jahres aus St. Veit. Der gemeinsame Nenner all dieser Entwicklungen ist der Mensch dahinter – das Personal, das diese Betriebe am Laufen hält. Genau hier ist ALPSERV Ihr verlässlicher Personalpartner für Gastronomie und Hotellerie im Salzburger Land.
Sie brauchen Personal für die kommende Saison? Schreiben Sie uns direkt über WhatsApp oder stellen Sie unverbindlich Ihre Personalanfrage. Je früher Sie planen, desto besser ist Ihre Auswahl.
Quellen: MeinBezirk – Tourismusverband Bad Gastein; MeinBezirk – Genussmarkt Werfenweng; WKO (Kollektivvertrag Gastronomie und Hotellerie); Gault&Millau Österreich 2026.
